
Mein Kind wird gemobbt
Wenn dein Kind gemobbt wird, ist der erste Schritt, für es da zu sein und ihm gut zuzuhören. Hier sind einige Tipps für erfolgreiche Gespräche sowie hilfreiche Ressourcen zum Thema Mobbing.
Vorbereitung auf das Gespräch
Wenn sich dein Kind an dich wendet oder du einen Verdacht hegst, solltest du mit Respekt in das Gespräch gehen. Überleg dir zunächst, wann und wo es stattfinden könnte.
Nimm dein Kind ernst und hör gut zu, was es dir zu sagen hat. Achte darauf, dass sich deine Gefühle nicht übertragen. Bleib also am besten ruhig, auch wenn du vielleicht erst mal tief durchatmen musst, bevor du antwortest.
Es ist deine Aufgabe, die Situation zu deeskalieren und – wenn möglich – dabei zu helfen, wieder eine gute Beziehung zwischen den Beteiligten herzustellen.
Das Problem besprechen
Wenn dein Kind redet, solltest du geduldig und wertungsfrei zuhören. Triff kein vorschnelles Urteil und leg deinem Kind keine Worte in den Mund. Achte darauf, dass du ruhig und mit fester Stimme sprichst. Du solltest die Schuld nicht bei deinem Kind suchen oder streng sein.
Wenn du das Handeln deines Kindes vor dem Mobbing verurteilst oder dich kritisch darüber äußerst, kann das dazu führen, dass es sich wieder verschließt. Mache keine Versprechungen, die du nicht halten kannst. Versichere deinem Kind jedoch, dass du ihm helfen möchtest, eine gute Lösung für das Problem zu finden.
Es kann auch hilfreich sein, eigene Erfahrungen mit Mobbing anzubringen, sofern du selbst schon einmal davon betroffen warst. Indem du auf die Situation deines Kindes eingehst, ermutigst du es, dir mitzuteilen, was passiert ist und wie es sich dabei fühlt.
Wenn dein Kind sehr aufgebracht ist, Anzeichen von Selbstverletzung zeigt, suizidale Gedanken äußert oder droht, eine andere Person zu verletzen, ist es wichtig, dir umgehend Hilfe zu holen. Lass dein Kind nicht allein, wenn es Suizidgedanken hat oder du dies vermutest. Wende dich an professionelle Hilfe, beispielsweise an eine*n Beratungslehrer*in deines Kindes, eine*n Schulpsycholog*in, eine*n Ärzt*in oder einen Seelsorgedienst.
Gemeinsam Lösungen suchen
Sobald du dir einen Überblick über die Situation verschafft hast, kannst du dein Kind fragen, was es tun möchte und wie du helfen kannst. Anstatt die nächsten Schritte zu bestimmen, schlage mögliche Lösungen vor und ermutige dein Kind, selbst Lösungsansätze vorzuschlagen. Dein Kind muss an den Aktionsplan glauben und das Gefühl haben, Teil dieses Plans zu sein, damit die Umsetzung gelingt.
Wenn es sich bei dem*der Mobbing-Täter*in um jemanden an der Schule deines Kindes handelt, sprich mit einem*einer Beratungslehrer*in oder mit dem*der Schulleiter*in. Wenn das Mobbing über eine Onlineplattform erfolgt, melde die missbräuchlichen Inhalte dem Anbieter.
Wenn die Situation ernst ist oder dein Kind bedroht wurde, solltest du umgehend Maßnahmen ergreifen. Die Sicherheit deines Kindes steht an allererster Stelle.
Falls das Mobbing in den soziale Medien stattfindet, verwende unsere Sicherheitstools, um unerwünschte Interaktionen einzudämmen. Informiere dich über die verfügbaren Tools in unseren Technologien und wie man sie nutzt.
Meta toleriert kein Mobbing. Du kannst gefährliche Inhalte jederzeit melden. Unsere Teams prüfen gemeldete Fälle von Mobbing und Belästigung rund um die Uhr.